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Newsletter-Sonderausgabe vom 20. März 2022

Hilfe für die Ukraine

Liebe Freundinnen und Freunde!

Unsere Ukrainehilfe geht unvermindert weiter. Die Unterstützung, die wir dabei erfahren, ist unglaublich! Nicht nur Mitglieder aus unserer Kochbrunnen-Gemeinschaft, auch andere Rotary Clubs, Unternehmen und mir (teilweise völlig unbekannte) Privatpersonen beteiligen sich mit großzügigen Spenden, körperlichem Einsatz, Gastfreundschaft und wertvollen Hinweisen. Deswegen soll dieser Newsletter allen Mitwirkenden wieder ein ausführliches Update geben.
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Wir mit dem Fahrerteam kurz vor dem Aufbruch des Hilfskonvois am vergangenen Freitag (von links nach rechts): Igor Boychuk, Franz Sumieski, ich, Jonas Gramatte, Alexander Hoffmann, Inge Klöter, Christof Michalke, Marc Bender, Jessica Huhle, Peter Sellke, meine Frau Ute, Martin Rohrbeck, Cemal Kösger, Axel Lindhof, Bärbel Storch. (Nicht im Bild, da später zugestiegen: Soner Akdag, Oleksadr Yarovyy und Katharina Schneider.) Auf dem Banner wieder unser Forderung auf Russisch und Ukrainisch: „Kein Krieg!“. 
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Erstaunlich, wie viele Dosen „Kartoffel-Topf“ in einen Multivan passen!
Im Unterschied zur letzten Woche, in der wir mit sechs Autos losgefahren sind, waren es diesmal acht Transportfahrzeuge. Die Menge an Hilfsgütern, die über unsere Verbindungsleute in der Ukraine bis in heftig umkämpfte Gebiete gebracht wurden, konnten wir so noch einmal auf insgesamt über 10 Tonnen steigern. Dank direkter Kontakte mit Gemeindeverwaltungen wird die Verteilung der Waren interkommunal übernommen. Zusätzlich nutzen wir den heißen Draht mit dem rotarischen Netzwerk in der Ukraine. So bieten wir zielgenaue, schnelle Unterstützung in einer sich rasch verschärfenden Notlage, die generalstabsmäßig geplant, aber unbürokratisch und als Ergänzung der großen Hilfsorganisationen umgesetzt wird.
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Zwei Paletten „Grüne Bohnen-Eintopf“ sind auf dem Pritschenwagen der Firma Brömer bereits fest verzurrt. Nun kann man unter dem prüfenden Blick von Jörg Brömer (ganz rechts) noch Hundefutter für die ukrainischen Suchhunde zuladen, bis die maximale Traglast erreicht ist.

Fahrzeuge

Wieder überließ uns Clubfreund Jochen Kreit mit seinem Unternehmen Taunus-Auto großzügig einen Vito und einen Sprinter. Das Stahl- und Metallbau-Unternehmen Huhle stellte zwei weitere Fahrzeuge auf den Hof. Jessica Huhle und ihre Mutter Inge Klöter setzten sich persönlich hinters Steuer ihres vollgepackten VW-Busses, der normalerweise für lange Urlaubsfahrten in den Süden genutzt wird. Jörg Brömer vom Rotary Club Wiesbaden-Rheingau ließ sich nicht lumpen und steuerte diesmal gleich drei Wagen aus dem Fuhrpark seines Unternehmens Brömer & Sohn bei, sechs Mitarbeiter hatten sich freiwillig als Fahrer für die lange Tour gemeldet. Bärbels Audi ergänzte die Karawane. Aufkleber (gestiftet von BKS, Wiesbaden) sorgten erneut für ein gemeinschaftliches Erscheinungsbild. (Uns erreichten bereits Grußmeldungen von Rotariern aus unterschiedlichen Gegenden Deutschlands, die unseren Konvoi in der letzten Woche auf der Autobahn gesehen hatten!)
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Hilfsgüter

Vor allem Lebensmittel werden in der Ukraine knapp, deswegen machten sie den Hauptanteil dieses Transportes aus. Unter den Hilfsgütern befanden sich u. a.
  • mehrere Paletten Konserven der Marke „Erasco“
  • 500 kg Datteln
  • mehrere Paletten Hygieneartikel
  • leistungsstarke Taschenlampen und Batterien
  • mehrere Paletten medizinisches Material
  • zahlreiche Windelpakete für Babys und Erwachsene
  • Hundefutter für Suchhunde
  • wärmende Kleidung (wie Pullover und Mützen)
  • granatsplittersichere Westen für Ärzte
  • Schutzstiefel und -brillen
  • Filterflaschen (zur Umwandlung von Schmutz- in Trinkwasser)

Wir bedanken uns ganz herzlich für Warenspenden der Firmen Ontex (Hygieneartikel), Rapunzel (Lebensmittel) und Rink (Taschenlampen und 300 Batterien)! 2.000 Batterien haben wir einer Mitarbeiterspende der Firma Huhle zu verdanken. Nicht unerwähnt bleiben darf David Klöckner-Molitor, der uns schon für die letzte Tour den Zugang zu großen Mengen Babynahrung von Nestlé Nutrition ermöglicht hat.
Vom Rotaract Club Nassau erreichten uns Schlafsäcke, warme Unterwäsche, Hygieneartikel und Batterien – wir bedanken uns stellvertretend bei Paulina Trützschler! Ein Unternehmen in Aschaffenburg schenkte uns Outdoor- und Schutzkleidung. Rolf Toyka, Mitglied des Rotary Clubs Wiesbaden-Nassau, stellte gemeinsam mit seiner Frau Tina Kartons mit Babywindeln und Kleidung zusammen, die über die Schumann-Schule gesammelt worden waren.

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Abfahrt von Jessica Huhle und ihrer Mutter am Freitag um 15 Uhr in Biebrich – gegen 21 Uhr passierten sie Dresden bei Vollmond. Die ersten Fahrzeuge der Kolonne erreichten das Ziel Krzemienica um 2:30 Uhr, der langsamere Pritschenwagen kam gegen 8 Uhr morgens an – also nach rund 17 Stunden Fahrt.
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Auf dem großen Parkplatz warteten schon mehrere Transporter auf unseren Konvoi. Die ukrainischen Fahrer konnten dank einer Sondererlaubnis ihr Land verlassen. Die Verladung der Waren verlief erneut schnell und reibungslos. Unsere Aktion wurde im übrigen von einer Reporterin der „Stimme von Laniwzi“ (Golos Lanovetchini) begleitet, die einen Beitrag über die Hilfe aus Wiesbaden veröffentlichen wird. Auch der „Wiesbadener Kurier“ hat an diesem Wochenende über die Initiative berichtet.
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Nach 13 Stunden Fahrt noch fit wie ein Turnschuh: Jessica Huhle packte fleißig mit an!
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Borys Bodnar (links) ist unseren Clubfreunden noch vom Meeting des 24. Februar bekannt. Der Charterpräsident des Rotary Clubs Ukraine Unity schilderte am ersten Tag der russischen Invasion – per Zoom aus Lviv zugeschaltet – die aktuelle Lage im Land. Seitdem stehen wir mit ihm und dem rotarischen Netzwerk in der Ukraine in engem Kontakt. Dieses Bild zeigt Borys mit dem Fahrer Andriy aus Ternopil gestern mittag beim Empfang von Medizin- und Hygieneartikeln aus unserem Transport, die durch ihn an jüdische Einrichtungen in Lviv weitergeleitet werden. Außerdem nahm unser rotarischer Freund Futtermittel für Suchhunde in den Regionen Kiew und Charkiw entgegen.
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Die beiden Kühe auf dem linken Bild gehören dem Mann mit dem roten Rucksack. Er verließ mit seinen Tieren zu Fuß (bzw. zu Huf) die unter starkem Beschuss stehende Stadt Irpin und erreichte vorgestern das Dorf Korostysheva in der Region Schytomyr. Die meisten Haus- und Nutztiere werden von den Geflüchteten zurückgelassen.
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Die auf diesem Foto abgebildete Familie stammt aus der von den russischen Truppen besetzten Siedlung Borodjanka, 55 Kilometer nordwestlich von Kiew. Auch sie sind in den Westen des Landes geflüchtet. Sie tragen allesamt Pullover, die auf unserer letzten Tour in die Ukraine transportiert wurden.
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Andrey Kolbovsky, der Cousin unseres Verbindungsmannes Igor, und Volodymyr Pschik, Mitglied im Gemeinderat der Stadt Laniwzi, vor einem Kleinbus mit Hilfsgütern. Andrey steuert das Fahrzeug am heutigen Sonntag durch den offenen Korridor nach Kiew und bringt nach der Entladung der Waren Kinder mit dem Bus aus der umkämpften Stadt heraus.
Ein Teil unserer Hilfsgüter verbleibt im Einzugsgebiet von Lviv, einer Stadt mit rund 700.000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Westen der Ukraine. Dort sind bereits über 200.000 Geflüchtete aus den heftig umkämpften Gebieten im Osten aufgenommen worden – und der Flüchtlingsstrom reißt nicht ab. In einem Interview, das gestern in der Süddeutschen Zeitung erschien, beklagte Lvivs Bürgermeister Andrij Sadowyj, dass seine Stadt bislang noch keine nennenswerte internationale Hilfe erhalten habe. Auch er bestätigte noch einmal, dass es an Nahrung und Medikamenten fehle. Wir helfen!

Geld

Die Anschubfinanzierung für die Aktion stammte aus unserem Rotary Club Wiesbaden-Kochbrunnen, gemeinsam mit Bärbel und Igor führen Oliver und Jessica Huhle sowie meine Frau und ich die organisatorischen Fäden zusammen. Jörg Brömer ist nun ebenfalls eine treibende Kraft im Team. Doch ohne die finanzielle Unterstützung vieler weiterer Personen und Unternehmen wäre diese große Hilfsinitiative nicht möglich. Die Namen der Menschen und Unternehmen, von denen wir bis zur letzten Tour Zuwendungen erhalten haben, wurden in der Sonderausgabe unseres Newsletters vom vergangenen Sonntag genannt. Es sind seitdem noch zahlreiche Spenden hinzugekommen:

Spenden von Mitgliedern unseres Rotary Clubs Wiesbaden-Kochbrunnen
Unsere Clubmitglieder oder deren Unternehmen sind sehr großzügig und bezuschussen das Projekt – hier sind Elke Gruhn, Friedrich von Diest, Heinz Kipper, Eric Steiner, Reinhard Arnold, Winfried Völcker, Franz-Josef Müller, Volker von Franqué, Kirsten Worms, Arne Fiedler, Carl-Eugen Eberle, Tom Sommerlatte und Christoph Sarrazin zu nennen. Auch Vittoria Wulf überwies uns eine Zuwendung. Von Dirk Martin traf eine zweite Spende ein. Und von der Spielbank Wiesbaden landeten sage und schreibe 10.000 Euro auf dem Konto der Gemeinnützigen Vereinigung – wir danken unserem Clubfreund Stefan Krautwald, dass er sich für die Initiative einsetzt!

Spenden aus unseren Schwesterclubs
Auch Bärbels Rotary Club Wiesbaden-Nassau hat sich in der vergangenen Woche für die finanzielle Unterstützung des Projektes entschieden und gab eine Summe von 10.000 Euro frei, was uns sehr gefreut hat und weiteren Handlungsspielraum gibt. Zusätzlich erreichten uns aus diesem Club noch Spenden von Mitgliedern oder deren Unternehmen: Wolf von Lojewski, Ulrike Goßmann, Robert Jäger, Manuel Toffolo, Tobias Busch, Dr. Holger Karsten, Leonard Gros, Dr. Boy-Jorgen Andresen, Peter-Otto Mülbert und Rita Thies.
Mit Christian Wollitz und Gerhard Kersten waren zwei Spender aus dem Rotary Club Wiesbaden dabei, auch Elisabeth Rohde gab Geld dazu.
Aus dem Rotary Club Wiesbaden-Rheingau erhielt die Ukraine-Hilfsaktion eine Spende von Philipp Fünfrock und Jörg Brömer. Ihr Club sammelt aktuell die Zuwendungen weiterer Mitglieder und wird der Initiative dann einen Gesamtbetrag zukommen lassen – so hat mir dies Hartmut Hagemann angekündigt, mein rotarischer Freund und Amtskollege im Rheingauclub.

Weitere Spenden

Der Rotary Club Hildesheim-Rosenstock überwies 5.000 Euro aus seinem Sozialfonds – hier bedanken wir uns stellvertretend bei Clubfreund Axel Richter, der uns auch Zugriff auf große Mengen medizinischer Hilfsgüter ermöglichte. Die Mitarbeitenden der Firma Huhle stifteten den Erlös von versteigerten Weihnachtstüten in Höhe von 700 Euro – die Geschäftsführung um Oliver und Günter Huhle verdoppelte den Betrag, so dass 1.400 Euro zusammenkamen. Wir danken auch der Firma Bachmann GmbH & Co. KG und der Knipp GmbH in Dietzenbach für jeweils 1.000 Euro, der Scutum GmbH für 1.000 Euro und dem Interiordesign-Unternehmen MM Design von Bergit Gräfin Douglas für 5.000 Euro. Weitere Einzelspenden erreichten uns von Peter Sellke (einem der Fahrer unseres Transports), Martina Imrichova, Dagmar Kolb, Sybille Walter, Cornelia Sander, Pe und Eddie Reichel, Winnifred Ohlig, Dorit Löffler und Hartmut Becker. Und wir verzeichneten Geldeingänge von Personen, die ungenannt bleiben wollen.

Allen gilt unser größter Dank, diese Spendenbereitschaft ist einmalig! Alle sind damit auch Teil einer der größten rotarischen Hilfsaktionen, die hier in der Landeshauptstadt möglich gemacht werden konnte. Entsprechend setzen wir die uns anvertrauten Gelder mit Umsicht und großer Verantwortung ein. Wir dokumentieren unsere Arbeit und stellen sicher, dass sämtliche Mittel den Ukrainerinnen und Ukrainern zukommen. Es entstehen dabei keine Verwaltungskosten. Die von uns erworbenen oder von Spenderinnen und Spendern überlassenen Hilfsgüter richten sich jeweils nach dem aktuellen Bedarf und der humanitären Situation im Land. Wir liefern nichts, was nicht unmittelbar gebraucht wird.

Wir freuen uns über jede Zuwendung – nicht nur aus dem Kreis der Rotarierinnen und Rotarier in Wiesbaden. Hier noch einmal die Konto-Informationen – natürlich kann unsere Schatzmeisterin Petra Aichele (p.aichele@aichele-stb.de) nach Erhalt der Adressdaten Spendenbescheinigungen ausstellen:

Gemeinnützige Vereinigung der Rotary Clubs Wiesbaden e.V.
DE24 5109 0000 0008 8325 01
Verwendungszweck: Ukraine

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Dem Krieg entkommen: Auf der Rückbank von Bärbels Auto sitzen Olga, Vlad und Andrey. Sie sind aus Kiew geflüchtet und wurden gestern nach Düsseldorf gebracht, wo sich Verwandte um sie kümmern. Auf der Hinfahrt haben Igor und Bärbel im übrigen einen jungen Mann in Breslau abgeholt, der den entgegengesetzten Weg wählte – er studierte in Polen und will nun an der Seite seines Vaters in der Heimat gegen die russischen Invasoren kämpfen.

Hilfe für Geflüchtete

Unterkünfte
Unser Incoming President Christoph von Papen und seine Frau Madeleine (auf dem Bild rechts) gehörten zu den Ersten, die sich auf Utes Liste mit Unterkunftsangeboten setzen ließen. Am vergangenen Dienstag trafen nun Myroslava Bevciuk und ihr 13-jähriger Sohn Jaroslav bei den beiden ein.
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Myroslava stammt aus Dubno, einer Stadt mit 40.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, 140 Kilometer nordöstlich von Lviv. Sie versteht gut Deutsch und spricht (wie Christoph) sehr gut Italienisch. Kein Wunder, denn die Ukrainerin hat acht Jahre auf Sizilien gelebt. Nach ihrer Rückkehr in die Heimat arbeitete sie in ihrem Ausbildungsberuf als Bauzeichnerin. Jaroslav besuchte in der Schule zwar den Deutschunterricht, ihm fehlt aber noch ein wenig Sprachpraxis. Solange für ihn noch kein Schulplatz in Wiesbaden gefunden ist, nimmt er am Online-Unterricht seiner Schule in Dubno teil. Die Registrierung der beiden gestaltete sich unkompliziert; in der kommenden Woche werden Madeleine, Christoph und ihre Gäste weitere Formalitäten (wie die Arbeitserlaubnis) abklären, denn schon für Montag hat Myroslava ein Bewerbungsgespräch mit einem Architekturbüro vereinbart. Christoph schreibt mir zur neuen WG: „Für Madeleine und mich ist es eine sehr schöne und bereichernde Erfahrung, wir lernen viel über die Ukraine und sind froh, dass wir einen kleinen Beitrag leisten können.“
Dass Frauen und Kinder, die man vom Bahnhof abholt, ihr normales Leben komplett hinter sich gelassen haben und das Nötigste in zwei kleinen Koffern mit sich führen, ist schwer zu begreifen. Die Angekommenen sind dankbar und signalisieren, dass sie sich mit Arbeit in unserer Gesellschaft einbringen wollen; auch dafür kann unser großes Netzwerk dienlich sein.
In den nächsten Tagen, Wochen und Monaten erwarten wir viele Menschen aus dem Kriegsgebiet, die in Deutschland Zuflucht suchen. Auch in diesem Zusammenhang möchten wir an die Mitmenschlichkeit unserer Clubmitglieder appellieren: Wer kann in seinem Haus, in seiner Wohnung, Geflüchteten aus der Ukraine eine Unterkunft bieten? Wo steht aktuell ein Kinderzimmer leer? Meine Frau Ute führt eine Liste und nimmt weitere Rückmeldungen entgegen – gerne mit konkreten Informationen wie zur möglichen Dauer und dem verfügbaren Platzangebot. Kontakt: utevondebschitz@googlemail.com oder mobil 0172-6575862.
Seelischer Beistand
Aus dem Rotary Club of New York erhielt ich vorgestern die nette Mail einer Psychotherapeutin, die Russisch und auch ein wenig Ukrainisch spricht. Karen Landmann ist spezialisiert auf die Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen, sie war psychotherapeutische Ersthelferin für Feuerwehrleute und medizinisches Personal rund um den Anschlag vom 11. September 2001. Für Geflüchtete, aber auch für Menschen, die sich mit Geflüchteten austauschen und deren Schilderungen verarbeiten müssen, bietet Karen kostenlose Zoom-Sprechstunden an. Bei Bedarf stelle ich gerne den Kontakt her.
Sprachkurse
Unsere Clubfreundin Dr. Stephanie Dreyfürst, Direktorin der Volkshochschule Wiesbaden, weist darauf hin, dass ihr Haus umgehend reagiert und das Programm um Deutschkurse für die Geflüchteten aus der Ukraine erweitert hat. Interessierte melden sich bitte bei Beate Jung-Stöckle, sie betreut den Fachbereich „Deutsch als Zweitsprache“ an der VHS und bietet vor Ort auch eine Sprachberatung an. Sie ist für Terminvereinbarungen und Auskünfte unter bjung-stoeckle@vhs-wiesbaden.de oder 0611-9889-144 erreichbar. Aktuell sichert die VHS die Kostenübernahme durch das Sozialministerium und klärt den Schutz im Unterricht vor einer Virusinfektion. Ein erster Kurs startet schon in diesem Monat. Wer erst einmal ankommen und sich orientieren möchte: Am 2. Mai beginnt ein Kurs für Menschen mit etwas Vorkenntnissen, einige Wochen später ein Kurs für Anfänger.
Kleidung
In unserem Wohnzimmer stapelten sich zwischenzeitlich Kindersachen, die von  Wiesbadener Familien gesammelt wurden. Die Kleiderspende holten Mitarbeiter der Jüdischen Gemeinde ab, denn diese hat über fünfzig Geflüchtete aufgenommen und fragte speziell nach Kleidung für Jungen und Mädchen – das jüngste Kind ist 30 Tage alt. Wir danken unserem Clubfreund Jacob Gutmark und Steve Landau, dem Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden, sowie allen, die uns die Kinderkleidung gebracht haben, für die großartige Hilfeleistung! Wir melden uns über diesen Newsletter, wenn wir eine weitere Sammelaktion planen.

Wir machen weiter!

Ich bitte um Verzeihung, dass diese Sonderausgabe wieder sehr lang ausgefallen ist. Aber wir wollen (und müssen) den vielen Spenderinnen und Spendern mitteilen, was wir tun und was mit ihrem Geld geschieht. Solange der Krieg weitergeht, läuft auch unsere Aktion weiter! Wir planen bereits den nächsten Konvoi, der voraussichtlich noch einmal größer ausfallen wird. Einige Produkte haben längere Lieferzeiten, deswegen können wir den Termin der nächsten Tour noch nicht genau vorhersehen – ebenso wie die weitere Entwicklung der Kampfhandlungen. Für den Fall, dass für unsere Kontaktleute die Abholung der Waren zu gefährlich wird, übergeben wir sie an die bekannten Hilfsorganisationen. Sollten dann noch Finanzmittel übrig sein, nutzen wir diese für die Unterstützung der Geflüchteten. Der sinnlose Krieg soll bald enden!

Liebe Grüße, einen schönen sonnigen Sonntag – und noch einmal tausend Dank an alle Beteiligten!
Ihr und Euer
 
Thilo von Debschitz
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Thilo von Debschitz 
Präsident 2021/22 des Rotary Clubs Wiesbaden-Kochbrunnen
Mein Motto für das rotarische Jahr: Beyond the Tellerrand
Kontakt: tvd@q-home.de
 
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